Kleidung für Hochzeitsgäste - bloß kein Weiß


Über eine Einladung zur Hochzeit freut sich jeder, aber: „Was zieht man an? Oft bekommen gerade die weiblichen Gäste kalte Füße, wenn es um das passende Outfit geht! Als Gast ist man an gewisse Regeln gebunden. „Die oberste Grundregel lautet, nicht die Farbe der Braut tragen“, sagt Jana Schönfeld, von Braut- und Festmoden Hochzeitsambiente sunflower in Wörlitz. „Weiß ist tabu, aber auch von cremefarbenen Modellen sollte man Abstand nehmen.“

An diesem besonderen Tag im Leben ist es der Braut vorbehalten, das schönste Kleid zu tragen. „Eine Braut kann man nicht ausstechen“, erwähnt Jana Schönfeld, ist die Ausstrahlung einer Braut etwas ganz Besonderes. Trotzdem: Gäste sollten den Anlass nutzen und sich schick anziehen. Wann hat man sonst die Gelegenheit dazu. „Es liegt im Interesse des Brautpaares, dass die Hochzeitsgesellschaft festlich gekleidet kommt.“

Ist auf der Einladung eine bestimmte Kleiderordnung angegeben, sollte man sich auch dran halten: „Ich hatte schon ein Brautpaar, das feierte eine Lila-Hochzeit. Jeder Gast sollte mit etwas Lilafarbenem kommen.“ Wenn Hochzeiten an kulturelle Besonderheiten gebunden sind, wie Dirndl, soll man sich an den Brauch halten.

Bei einer kirchlichen Trauung sind allzu aufreizende Modelle unpassend – Schultern und Knie sollte man bedecken: „Dafür gibt es schicke Bolero-Jäckchen oder edle Blazer, die auf die Farbe des Kleides abgestimmt werden.“

Leichter haben es da schon die Herren der Schöpfung: „Ein Anzug oder ein Smoking ist angemessen. Die Farben sind meistens, Schwarz, Anthrazit oder Schokobraun.“

Auch schwarze Kleider sind kein vollkommenes No-Go mehr. „Wer in Schwarz erscheint, sollte auf farbige Accessoires achten und nicht wie bei einer Beerdigung auftreten.“ Jana Schönfeld ist keine Verfechterin von schwarzen Kleidern bei Braut und Hochzeitsgästen: „Schließlich tragen schon alle Männer dunkle Anzüge. Frauen sollten Farbe bekennen.“

Schick ist auch, wenn Paare sich abstimmen: „Hemd oder Krawatte können in der gleichen Farbe sein wie das Kleid der Frau.“

Was man vermeiden sollte, sind unruhige Muster, wie Schlangenleder- oder Leopardenlook. Schlichte Streifen, ein dezenter Hahnentritt oder unauffällige Karos sind je nach Mode möglich.

Nicht ganz so streng geht es in puncto Kleiderordnung zu, wenn man auf eine Polterhochzeit eingeladen wird. Diese geht von Alltagskleidung bis hin zum sexy Abendkleid.

Fazit: Elegante Kleidungsstücke, mit denen man einen festlichen Anblick bietet, sind in jedem Fall geeignet, um nicht negativ aufzufallen. Denn wie der Volksmund so schön sagt – Kleider machen Leute.

Eine Hochzeit ist ein wichtiges Ereignis im Leben von zwei Menschen. Gäste sollten darauf achten, dass sie angemessen gekleidet sind. Am schönsten Tag im Leben stehen Braut und Bräutigam im Mittelpunkt.


Foto: Hochzeitsambiente sunflower Wörlitz