Auf was muss ein Brautpaar achten?


Das „SagJa“ Team vom Wochenspiegel hat sich bei einer Standesbeamtin erkundigt

Verliebt, verlobt und wie heiraten? Wir haben die Standesbeamtin Kerstin Schöttle besucht.

Zörbig (ts). Es soll der schönste Tag im Leben sein, die eigene Hochzeit. Viele träumen vom Tag der Tage, doch was muss dabei alles beachtet werden? Am besten planen zukünftige Paare mit Experten den schönsten Tag.

Wenn die Entscheidung getroffen ist, egal ob romantisch oder schlicht, die erste Anlaufstelle ist das Standesamt. Dort können die Heiratswilligen alles über die Trauung erfahren, was den gesetzlichen Bestimmungen entspricht. Das SagJa Team vom Wochenspiegel besuchte die Zörbiger Standesbeamtin Kerstin Schöttle. Über 20 Jahre traut sie Paare und dabei verrät die Beamtin, es hat noch keiner „Nein“ gesagt, das sollte Mut machen.

Denn immerhin hat Kerstin Schöttle, die sich mit ihrer Kollegin Simone Ruzicka abwechselt, schon weit über 500 Paare in den Stand der Ehe gebracht. „Es ist so etwas wie ein Traumberuf, Standesbeamtin ist für mich persönlich etwas ganz besonderes und in der Regel bin ich für die zukünftigen Paare der erste Anlaufpunkt“, so Schöttle. Mit der Anmeldung der Eheschließung besteht die Pflicht der Standesbeamtin, die Ehefähigkeit zu prüfen und Ehehindernisse zu ermitteln, so will es das Gesetz.  Die Eheschließung muss bei dem Standesamt angemeldet werden, in dessen Bezirk einer der beiden Partner seinen Wohnsitz hat.

Bei getrennten Wohnsitzen besteht die Wahlmöglichkeit. Wenn beide Partner ledig sind, benötigt das Amt eine beglaubigte Kopie des Geburtseintrages, den Personalausweis oder Reisepass, eine Aufenthaltsbescheinigung vom Einwohnermeldeamt sowie Geburtsurkunden und Vaterschaftsanerkennung, wenn gemeinsame Kinder  vorhanden  sind. Bei Partnern, die schon einmal verheiratet waren, benötigt die Standesbeamtin die Heiratsurkunde  der letzten Ehe  und den  Nachweis der Auflösung.

Die Standesämter informieren persönlich die zukünftigen Brautpaare, die meisten Vorgaben können jedoch auch über das Internet eingesehen werden. Bei Antragsteller ausländischer Staatsbürger gibt es gesonderte Regelungen, diese erfährt man gleichfalls bei seinem zuständigen Standesamt. Grundsätzlich sollten beide Partner die Eheschließung persönlich anmelden. Ist einer der Partner verhindert, so reicht auch eine unterschriebene Vollmacht mit den erforderlichen Angaben.

Individuell wird mit den Brautpaaren der Ablauf der Trauung besprochen. Darüber hinaus kann bestimmt werden, welche Musik sich das Paar wünscht, eine besondere Form des Familienstammbuches, eine Eheschließung mit oder ohne Trauzeugen und noch einiges mehr.
In Zörbig hat man darüber hinaus die Wahl des Trauzimmers. Entweder im Rathaus von Zörbig oder auf dem alten Rittergut in Mößlitz. Die Anmeldung der Eheschließung kostet 40 Euro, eine Eheurkunde  10 Euro und eine Trauung außerhalb der üblichen Öffnungszeiten des Rathauses 70 Euro. Familienstammbücher sind ab 15 zu haben.

Auf alle Fälle steht dem Tag der Trauung nichts weiter im Wege. Verliebt, verlobt und wie man heiratet und was man noch darüber wissen sollte, finden Sie im Internet unter www.SagJa.org

Foto: Thomas Schmidt