2012 war ein sehr gutes Hochzeitsjahr in Thale


Standesbeamtin: Hochzeitssaison ist von Mai bis September.

Landkreis (and). Verliebt, verlobt, verheiratet! Den Bund fürs Leben wird auch in Thale geschlossen. Tendenz steigend. Zwar liegen die Eheschließungen noch unten denen von 1990, damals trauten sich 128 Paare, doch mit 85 wurden im 2012 so viele Ehen im Standesamt Thale und den Außenstandesämtern im "Panoramazimmer" des "Berghotel Rosstrappe" oder in der Warnstedter Mühle geschlossen wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Das freut Gabriele Kässler (Foto links), die seit 25 Jahren Standesbeamtin ist. Der Trend zur Ehe ist ungebrochen. Doch mit 18 heirate heute nur in den seltensten Fällen jemand. Die meisten, so sagt sie, schließen die Ehe mit über 20.  Die Hochzeitssaison in Thale- Hochzeit für Hochzeiten sind die Monate von Mai bis September -  ist übrigens seit 25. Januar angelaufen.

Worauf muss man bei einer Worauf müssen Brautpaare bei ihrer standesamtlichen Hochzeit achten?
Gabriele Kässler: "Die Anmeldung zur Eheschließung ist 6 Monate gültig. Daher können verbindliche Eheschließungstermine von den Standesämtern auch nur innerhalb dieses Zeitraumes vergeben werden. Aber wird reservieren Terminwünsche auch vor der Halbjahresfrist. Fragen Sie deshalb bei besonderen Heiratstagen frühzeitig an. Wegen der Vorbereitungen sollte die Anmeldung etwa zwei bis drei Wochen vor dem Eheschließungstermin er-folgen."

Welche Unterlagen sind nötig?
"Vor der Trauung muss die geplante Eheschließung beim Standesamt ihres Wohnsitzes angemeldet werden. Es kann auch beim Standesamt des Zweitwohnsitzes angemeldet werden. Heiraten können Sie dann bei jedem Standesamt in Deutschland."

Und was ist mit dem Aufgebot?
"Ein Aushang über die Anmeldung, früher Aufgebot genannt, erfolgt nicht. Bei der Anmeldung der Eheschließung prüfen wir die Ehefähigkeit. Die Hochzeit kann persönlich oder schriftlich angemeldet werden. Aus der Erfahrung heraus plädiere ich für die persönliche Anmeldung, weil so Fragen sofort geklärt können."

Was müssen Brautleute mitbringen zur Anmeldung?
"Welche Urkunden - immer im Original - vorzulegen sind, richtet sich nach den persönlichen Verhältnissen. Die Urkunden werden im Regelfall wieder zurück gegeben. Ledige müssen Personalausweis oder Reisepass, die Aufenthaltsbescheinigung der Meldebehörde und eine beglaubigte Abschrift des Geburtseintrags vorlegen. Wer im Ausland geboren ist, muss die Geburtsurkunde im Original zusammen mit einer Übersetzung ins Deutsche vorlegen."

Und wer sich zum zweiten Mal das Ja-Wort gibt?
"Bereits Verheiratete müssen wie Ledige, Unterlagen vorlegen. Das sind der Personalausweis oder Reisepass, die Aufenthaltsbescheinigung der Meldebehörde, die Geburtsurkunde und eine neu ausgestellte be-glaubigte Abschrift aus dem Familienbuch der letzten Ehe mit Auflösungsvermerk, wenn die letzte Vorehe in der Bundesrepublik Deutschland nach dem 01.01.1958 geschlossen wurde, bzw. eine neu ausgestellte Heiratsurkunde mit Auflösungsvermerk, wenn die letzte Vorehe vor dem 01.01.1958 geschlossen wurde oder in der ehemaligen DDR."

Foto: Michael Randhahn-Schülke