Das Hochzeitsessen - Menü oder Buffet?


Menü oder Buffet, oft steht man bei der Hochzeitsvorbereitung vor dieser Frage. Tipps bekommt man viele, aber die richtigen? „Sag ja“ sprach mit dem Küchenchef Jörg Richter aus dem Landhotel „Wörlitzer Hof“ in Wörlitz, er möchte dieses Problem aus seiner Sicht beantworten.

Mindestens ein Jahr vorher, so der erste Tipp von Jörg Richter, sollte mit der Planung begonnen werden. Dabei ist es eine Terminkette, die abgearbeitet werden muss. Beginnend beim Standesamt, kommt die nächste Frage: „Wo wird gefeiert?“. Wie viele Gäste erwartet das Paar, gibt es Übernachtungswünsche usw. Viele Paare kommen mit einer Hochzeitscheckliste zum Gespräch in die Restauration. Menü oder Buffet - das wohl wichtigste Kriterium sieht Richter in der Personenzahl, je weniger Personen, desto eher ist das Menü zu empfehlen. Zugleich die Frage, ob eine „Rund um die Uhr Versorgung“ für den gesamten Abend geplant ist. Dann ist eher das Buffet zu empfehlen, da immer nachgelegt wird.

Beachtet werden muss auch die Zeitfrage: Wie lange möchten das Brautpaar und die Gesellschaft im Hotel oder Restaurant verweilen, möchte man nur Essen oder in der Restauration auch feiern? Will man mit seinen Gästen nur essen, dann ist das Menü Gang für Gang vorausberechenbar, man kann auch eine Zeitschiene vereinbaren. Das heißt, die Zeitabstände zwischen den Gängen vorher festlegen. Das Buffet ist idealer für einen längeren Zeitraum, man kann nachlegen lassen. Wenn der Raum zwischenzeitlich aber zum Tanz oder für Spiele genutzt werden soll, wird das Buffet abgeräumt und Teile dessen zum späteren Zeitpunkt noch einmal aufgelegt.

Auf jeden Fall, hinterlässt das Buffet zumeist einen größeren Gesamteindruck für alle Gäste, es lässt sich eine breite Auswahl an Hauptgerichten, Desserts und Suppen präsentieren. Zumeist wird das Buffet ja zudem im warmen und kalten Bereich gewünscht. Das Menü hinterlässt den Eindruck für den einzelnen Gast, denn das Menü beinhaltet mehrere Gänge, wobei oft der Hauptgang mehrteilig angeboten wird (mehrteilig heißt z. B. Fleisch- und Fischgang zur Auswahl direkt am Tisch). Ebenso ist das Servieren der verschiedenen Hauptgänge in Plattenform eine weitere Form das Menü zu bereichern, jedoch steigt hier die Menge der vorzubereitenden Speisen.

„Lassen Sie sich sehr intensiv beraten“, ist ein weiterer Tipp von Jörg Richter, der beispielsweise bis zu 45 Menüvarianten in mehreren Hauptgang-Zusammenstellungen bietet. Das trifft auf das Buffet natürlich ebenfalls zu, hier kann noch der Bereich vegetarisch (auch als reines Buffet möglich) eingefügt werden. Auf jeden Fall sollte sich der Besteller darüber im klaren sein, ein Buffet ist teuer, da alles reine Handarbeit ist. Denn für das Buffet wird mit Einheitspreisen kalkuliert, bei einem Menü ist der Preis variabler, da bei unterschiedlichen Hauptgängen ja unterschiedliche Preise anfallen.

Fazit: Ein Patentrezept gibt es nicht, es sind und bleiben nur die Empfehlungen. Deshalb zum Abschluss die wohl wichtigste Erkenntnis von Jörg Richter: „Lassen Sie sich sehr intensiv beraten!“.

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