Schöne Hochzeitsfotos als Erinnerung

Es ist ein Traum! Die Braut ganz in Weiß, der wunderschöne Brautstrauß, das vor Glück strahlende Hochzeitspaar beim Ringtausch, die süßen Blumenstreukinder, vielleicht weiße Hochzeitstauben, ein Reisregen oder das Brautpaar beim Holzsägen, die schön geschmückte Hochzeitskutsche oder die weiße Limousine, die prachtvolle Hochzeitstafel, die verführerische Hochzeitstorte, all die vielen festlich gekleideten und gestimmten Menschen, der Eröffnungstanz des Brautpaares … und dann ist alles vorbei! Die Tauben sind davon geflogen, die Hochzeitskutsche ist fort gefahren, die Hochzeitstorte ist gegessen, die Hochzeitstafel ist abgeräumt, die Gäste sind gegangen und mit ihnen auch der Brautstrauß in den Händen des vielleicht nächsten Heiratskandidaten … Und das Brautkleid ist gut verpackt im Schrank verschwunden.

„Das einzige, was bleibt“, weiß Roswitha Borrmann, „sind die Hochzeitsfotos.“ Und sie muss es wissen! Schließlich hat die Fotografin aus dem Halleschen Fotoatelier schon unzählige Brautleute mit der Kamera auf dem Weg ins Eheglück begleitet. „Wollen Sie heiraten? Dann fragen Sie Ihren Fotografen!“ Der hat schon so viele Hochzeiten erlebt, der ist Profi! Sie sind es nicht! Und der Onkel, der extra seine Spiegelreflex-Kamera für das große Hochzeits-Ereignis ausgepackt hat, ist es auch nicht!

Der Profi weiß, was fotografiert werden sollte, wann fotografiert werden sollte, wo fotografiert werden sollte und wie fotografiert werden sollte. Er bringt das richtige Handwerkszeug mit - und das ist mehr als Kamera, Objektiv, Blitzlicht und Stativ! Erfahrung macht klug! Der Fotograf weiß ganz genau, dass er zur Stelle sein muss, um den Moment festzuhalten, wenn der Brautvater die Braut ihrem künftigen Ehemann übergibt. Oder den Tausch der Eheringe für immer ins Foto zu bannen. Und wie er dabei die kleinen Ringe ganz groß in Szene setzt. Das Fotografenauge ist geschult! Ihm entgeht es nicht, wenn beim Gruppenfoto dem lieben Schwiegerpapa plötzlich eine Säule aus dem Kopf wächst oder der Tante Hut zum Kühler für die Sektflasche auf dem Plakat hinter ihr mutiert.

Des Hochzeitsfotografen Durchsetzungsvermögen wurde schon oft auf die Probe gestellt. Wenn er die Hochzeitsgesellschaft in Szene setzt, versteckt sich kein Cousinchen hinter der Schulter ihres Vordermanns, steht kein Hochzeitsgast einen halben Meter im Abseits, hüllt kein Baumschatten einen Teil der Gruppe ins Dunkel, schaut niemand woanders hin, als in die Kamera … Und ein ganz klein wenig ist der Hochzeitsfotograf auch Psychologe. Er erkennt sehr schnell, was er Braut und Bräutigam bei den Einzelfotos an „Model-Arbeit“ abverlangen kann.

Bei der Traumhochzeit ist alles perfekt vorbereitet. Vom Termin der Trauung bis zur Platzierung der Gäste an der Hochzeitstafel, vom Blütenkranz des Blumenstreukinds bis zur Auswahl des Sekts zum Anstoßen, vom Hochzeitsmarsch bei der Trauung bis zum Walzer beim Eröffnungstanz, von der Vorspeise an der Festtafel bis zum Häppchen am abendlichen Büfett - warum also nicht auch das Fotografieren?
Rechtzeitig vor der Hochzeit einen Termin mit dem Fotografen vereinbaren, appelliert Roswitha Borrmann, dafür zu sorgen, dass das, was von der Traumhochzeit bleibt, traumhaft schön wird. Zu besprechen gibt es einiges.

Zum Beispiel: Gibt es einen Lieblingsort der Brautleute, an dem Sie in ihrem Hochzeitsstaat fotografiert werden möchten? Oder kennt der Fotograf ein ganz romantisches Fleckchen, wie gemacht für die Brautleute? Möchte das Brautpaar Studioaufnahmen von sich machen lassen? Wie viel Zeit sollten sich Braut und Bräutigam zwischen Trauung und Festtafel für das Einzel-Fotoshooting gönnen?

Ein späterer Termin wäre denkbar aber ungünstig! Noch sind Braut, Bräutigam, Frisur und Blüten in Bestzustand. Vor allen liegt ein noch schöner, aber anstrengender Tag!

Gut für den Fotografen und für das spätere Hochzeitsalbum zu wissen, ob der Pfarrer in der Kirche mit dem Fotografieren bei der Trauung einverstanden ist, von welchen Freunden und Familienmitgliedern unbedingt Einzelfotos gemacht werden sollen, ob ein Zwischenstopp der Hochzeitskutsche eingeplant werden kann, oder wie groß die Hochzeitsgesellschaft ist (eventuell wird ein zweiter Fotograf gebraucht.)

Und auch das weiß Roswitha Borrmann aus Erfahrung: 15 bis 20 Motive von der Trauung, rund 20 verschiedene Motive vom Brautpaar. Fotos mit Eltern, mit Geschwistern, mit Trauzeugen, eine Fotoreportage vom Fest - am Ende gibt es jede Menge schöne Fotos.

Da sind 500 bis 800 Euro gut investiertes Geld, ist sich Detlef Großwendt, Chef des Halleschen Fotoateliers, sicher. Für Fotos, die „ewig“ an den schönsten Tag des Lebens erinnern. Wer das Geld nicht in die Erinnerung an die eigene Hochzeit investieren will oder kann: Schon für rund 200 Euro gibt es die Profibilder wenigstens von der Trauung!

Wobei natürlich auch der Onkel mit seiner Spiegel-Reflexkamera fleißig fotografieren darf. Aber bitte, wenn der Profi seine Arbeit gemacht hat. Und was wäre das Gruppenbild von der Hochzeit ohne den lieben Onkel?

Foto: Hallesches Fotoatelier