Der Hochzeitsfilm

Die Traumhochzeit in bewegten Bildern festhalten? Kein Problem, denken sich viele. Die Technik macht's ja möglich und eine Videofunktion hat heutzutage jedes Handy. Da braucht man doch einfach nur noch drauf zu halten.

Aber so einfach ist es nicht, den Traumfilm von der Traumhochzeit zu drehen, den man sich immer wieder gern anschaut und mit dem man später auch noch den Enkeln zeigen kann, wie schön die Oma damals im Brautkleid ausgesehen hat. Da ist dann vielleicht die wichtigste Stelle - das Ja-Wort - verwackelt, bei den schönsten Szenen etwas Unerwünschtes ins Bild gelaufen, die Innenaufnahmen schlecht belichtet, der Ton zu laut, zu leise oder gar nicht vorhanden. Und ehe sich die Hobbyfilmer zur aufwändigen Nachbearbeitung oder gar zum komplizierten Schnitt des Rohmaterials durchgerungen haben, das kann dauern. Manchmal ewig. Immer öfter verbitten sich die Standesämter auch das Wirken von mehr als einem Filmer, um der Zeremonie nicht durch die vielen „Knipser“ die Würde zu nehmen.

„Für uns als Hochzeitsfilmer“, so Profi Andreas Rohrbach von AJS-Multimedia in Halle, „ist es ganz wichtig, alle Momente so unauffällig wie möglich einzufangen. Schließlich soll ja das Brautpaar samt der Gästeschar die Hauptperson bleiben und sich auch keiner aufdringlich beobachtet fühlen.“ Als ausgebildeter Kameramann wissen er und seine Mitarbeiter, wie man welche Szenen ins beste Licht rückt, an welchen Stellen man die Kameras - mit mindestens zwei Profi-HD-Kameras ist man bei einer Hochzeit immer unterwegs - postiert. Nicht unwichtig: ein Profi-Filmer ist nie so aufgeregt wie vielleicht der hobbymäßig filmende Brautvater, Onkel oder Opa. Die den Aufnahmeknopf deshalb gern auch mal zu spät drücken. Und dann fehlen der verliebte Blick bei der Zeremonie oder das Werfen und Fangen des Brautstraußes bei den Aufnahmen. Unwiederbringlich verloren, denn wiederholen kann man das nicht.

Das passiert einem Profi nicht. Und er weiß, wie man aus dem Rohmaterial hinterher einen schönen Film im wahrsten Sinne des Wortes komponiert, an dem sich das Brautpaar und die Verwandten ein ganzes späteres Leben lang immer wieder erfreuen können.

Andreas Rohrbach und seine Frau Claudia führen mit jedem Paar ein ausführliches Vorgespräch. um das Paar und dessen Wünsche genau kennenzulernen. Meist inspizieren sie vorher auch die Orte des Geschehens. Sie passen ihre Angebote den Wünschen und auch dem Geldbeutel des Brautpaares an. Von der Begleitung der Trauung, des ganzen Tages bis zu einer aufwändigen Dokumentation über einen längeren Zeitraum mit Drehbuch, Sprecher und Interview ist alles möglich. Selbst die Produktion in 3D und in Kinoqualität können realisiert werden.

Foto: Foto: AJS-Multimedia