Einzigartig wie die Liebe


Der Ring als Ausdruck der Verbundenheit

Die Urform des Schmucks ist der Ring, dem seit den ältesten Zeiten mystische Bezogenheit und geheime Kräfte zugeschrieben werden. So zeigten viele der in Italien gefundenen Eheringe aus Eisen die Form eines kleinen Schlüssels, ein Zeichen dafür, dass man mit dem Ring der jungen Ehefrau die „Schlüsselgewalt“ übertragen hatte.

Das Eisen wies dabei auf Bescheidenheit, Sparsamkeit und Treue hin, damals die vornehmsten Tugenden und Pflichten einer jungen Hausfrau. Bei den alten Ägyptern hatte der vierte Finger der linken Hand eine besondere Bedeutung. Es war der Liebesfinger, an dem vor der Hochzeit der Liebesring getragen werden musste. Von dort aus, so meinte man in romantischer Ansicht über die Anatomie, würde eine Vene direkt zum Herzen, dem Sitz aller Liebesgefühle, führen.

Alten Legenden zufolge würde der Ring brechen, wenn die Treue gebrochen wurde. Auch die alten Germanen kannten den Ring als Pfand der Liebe. Der Mythos des Nordens berichtet, dass sich Siegfried und die Walküre Brunhild mit einem Ring ewige Treue gelobten. Schließlich führen das dramatische Ende der Nibelungen darauf zurück, dass Siegfried diesem Treueschwur gebrochen hat. Der geschlossene Ring gilt deshalb seit jeher als Sinnbild der ewigen Liebe und der Verbundenheit eines Brautpaares.

„Trauringe werden heute in den verschiedensten Materialien und Abwandlungen hergestellt, so dass wir die Ringe auch nach individuellen Wünschen und Ideen anfertigen können. Traditionelle Goldringe gibt es zum Beispiel mittlerweile auch mehrfarbig, Ringe aus Titan sind sehr leicht und werden häufig in Kombination mit Silber, Gold oder Keramik angefertigt. Die Edelmetalle Platin und Palladium werden zu besonders zeitlosen Trauringen verarbeitet“, berichten Ulrike und David Junghähnel, die Juweliergeschäfte im Einkaufszentrum „nova eventis“, in den Promenaden Hauptbahnhof und im Paunsdorf Center in Leipzig betreiben. Seit mehr als 100 Jahren bietet das Familienunternehmen die Symbole der Liebe in höchster Qualität an.

„Natürlich ist die Mode der Zeit unterworfen. Doch bei den Trauringen ist derzeit ein Trend zum Klassischen deutlich zu erkennen. Schlichte Eleganz im klassischen Design in Gelbgold gefallen auch nach jahrelangem Tragen und sind daher auch besonders zu empfehlen. Das war vor 100 Jahren schon so und dass wird in 100 Jahren noch so sein“, ist sich Ulrike Junghähnel sicher. „Viele lassen sich noch einen Ring in mehrfarbigen (bicolor) Ausführungen anfertigen, um flexibler zu sein“, ergänzt sie. 


Massive Edelmetalle in formvollendetem Design

Ob klassisches Gold oder kostbares Platin – bei Eheringen werden hochwertige, edle Materialien verwendet, um die Essenz der Liebe einzufangen. Was soll es werden? Platin, Gold, Palladium, Silber oder Titan? Ein wichtiger Aspekt bei den Trauringen ist die Wahl des richtigen Edelmetalls. Eheringe begleiten das Paar ein Leben lang. Dabei müssen sie tagtäglich den Beanspruchung des Alltags standhalten. Dazu braucht man Edelmetalle, die besonders langlebig sind. Edle Materialien, wie Gold, haben die Menschen schon vor Jahrhunderten fasziniert. Und auch heute hat dieses kostbare Naturprodukt nichts von seinem mystischen Charme verloren.

Der Feingehalt einer Metall-Legierung wird immer im Verhältnis 1:1000 angegeben. Der Feingehalt (333/000; 585/000; 750/000; 990/000; etc.) gibt an, wie groß der Gewichtsanteil des Feingoldes am Gesamtgewicht ist. Zu empfehlen stets eine hochwertige Legierung, dass heißt, bei Gold mindestens 585/000, besser noch 750/000, um auch eventuellen zukünftigen Allergieproblemen entgegen zu wirken und eine optimale Farbe zu gewährleisten. Denn mit zunehmendem Goldgehalt nähert sich die Ringfarbe dem warmen Farbton des reinen Goldes. Bei Gold werden als Legierungsmetalle zum Beispiel Palladium, Silber und Kupfer eingesetzt. Auf diese Weise wird auch die Farbe des Goldes verändert: Durch Erhöhen des Kupferanteils erreicht man rötliche Töne, Weißgold durch Zusatz von Palladium. 

Platin wird vorwiegend mit einem Feingehalt von 950/000 verarbeitet. Das heißt, von 1000 Gramm Schmuckmetall sind 950 Gramm, also 95 Prozent, reines Platin, dokumentiert im Stempel eines Schmuckstücks mit Pt 950. Platin besitzt individuelle Eigenschaften, die kein anderes Schmuckmetall aufweist, Eigenschaften, die Platin unverwechselbar von Gold und Silber unterscheiden. Platin ist fester, zäher und schwerer als andere Schmuckmetalle.

Palladium wird genau wie Platin vorwiegend mit einem Feingehalt von 950/000 verarbeitet. Dokumentiert wird dies mit der Punzierung im Trauring Pd 950. Palladium ist ein wesentlich leichteres Material – bedingt durch die geringere Dichte – und weist ähnliche Eigenschaften wie Platin auf, erreicht jedoch nicht die Wertigkeit. 

Durch die Dichte von etwa 22 Gramm pro Kubikzentimeter ist ein Platinschmuckstück gleichen Volumens gegenüber einem 750/000er Gelbgold-Schmuckstück etwa ein Drittel schwerer. Der höhere Feingehalt sowie der höhere Metallpreis und nicht zuletzt die schwierigere Verarbeitung von Platin lassen schnell den Preis verdoppeln. Dies sind Merkmale für Kostbarkeit und Exklusivität. An dieser unverfälschten Reinheit liegt es auch, dass Platin nicht verblasst oder seine Farbe verändert.

Auch nach längerem Tragen entsteht kaum Metallverlust durch Abspanen. Platin ist absolut hautverträglich. Für welches Material und für welche Legierung sich das Paar letztendlich entscheidet, Tragespuren, also kleine Kratzer und Kerben, werden sich im Lauf der Zeit immer abzeichnen. Schließlich begleitet der Trauring das Ehepaar ein Leben lang, 24 Stunden täglich an allen Tagen im Jahr, und ist somit vielen Strapazen ausgesetzt.


Kleine Farbkunde – Farbtyp

Sicher wissen Sie, welche Farben zu Ihnen passen. Es gibt Farben, die einem sehr gut stehen. Bei anderen wirkt man blass und kränklich. Jede Farbe hat eine eigene Wirkung. Zum Beispiel wirken Gold und Orange warm, gemütlich und ruhend. Silber und Blau sind kalte, dynamische Farben. Auch jeder Mensch ist ein bestimmter „Farbtyp“. Welcher Typ Sie sind ergibt sich aus Ihrer Augenfarbe, der Haarfarbe, dem Farbton der Haut, etc. Eine der ersten Fragen beim Kauf der Hochzeitsringe ist daher, ob Ihnen eher „kalte Farben“ (wie Blau und Silber) oder „warme Farben“ (wie Orange und Gold) stehen.

Frühlingstyp (warm):
Material: Gelbgold, Rotgold, Roségold
Hautfarbe: hell bis transparent mit goldenem Ton, manchmal Sommersprossen, rosige Wangen; Kleiderfarbe Orange, Lindgrün, Blattgrün, Apricot, Goldgelb, Koralle, Kamel

Herbsttyp (warm):
Material: Gelbgold, Rotgold, Roségold
Hautfarbe: warmer goldgelber Ton, evtl. auch blass mit Sommersprossen; Kleiderfarbe Brauntöne, Olive, Dunkelgrün, Rost, warmes Rot, Khaki, gedecktes Orange

Sommertyp (kalt):
Material: Platin, Weißgold, Palladium, Silber, Edelstahl
Hautfarbe: heller, fast weißer Teint, rosige Hautfarbe mit bläulichem Unterton; Kleiderfarbe Flieder, Hellblau, Jeansblau, Mint, Himbeere, helle Grautöne, Aubergine

Wintertyp (kalt):
Material: Platin, Weißgold, Palladium, Silber, Edelstahl
Hautfarbe: hell, durchsichtig, porzellanartig, bräunt kaum; Kleidung Rot, Blaugrün, Blautürkis, Royalblau, Violett, Pink, Magenta, Schwarz

Bitte beachten Sie, dass es auch noch Mischtypen gibt, die nicht so einfach zu bestimmen sind. Das Metall, das am besten zu Ihnen passt, können Sie durch Probetragen mehrerer Ringmetalle finden.


Wirkung verschiedener Oberflächen

Durch unterschiedliche Oberflächenbearbeitungen können Trauringe trotz gleicher Form sehr unterschiedlich aussehen, da verschiedene optische Effekte erzeugt werden. Die beliebtesten Oberflächen sind poliert oder längsmatt. Bei mehrfarbigen Eheringen wird oftmals eine Mattierung bevorzugt, da hierdurch die Farben sehr gut zur Geltung kommen als bei einer hochglanzpolierten Oberfläche.


Die polierte Oberfläche

Poliert bedeutet, den Ring auf Hochglanz zu bringen. Die glänzende, glatte Oberfläche wird durch eine mechanische Glättung der Oberfläche erzeugt.


Die matte Oberfläche

Wer lieber die Strukturen des Ringes hervorheben möchte kann dies durch eine matte Oberfläche erreichen. Bei der Mattierung der Oberfläche gibt es viele Varianten, die durch verschiedene „Werkzeuge“ erzeugt werden und jeder Hersteller von Trauringen und Goldschmieden eigene Methoden entwickelt hat. Mix aus poliert und matt Ihnen gefallen sowohl matte als auch polierte Oberflächen? Versuchen Sie es doch mit einer Kombination aus beidem.


Glanz mit einer Satinierung

Unter Satinierung versteht man einen sehr feinen und gleichmäßigen Seidenglanz. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie dieser erzeugt werden kann. Der Begriff Satinieren stammt ab von Satin ab, welches ein sehr feines, strukturloses Gewebe mit glänzendem Schimmer ist. Auch wenn man von Glanz (glänzender Schimmer) spricht ist das Gesamtbild des Ringes matt.


Sandgestrahlt mit Quarzsand

Ganz unterschiedliche Oberflächen erreicht man mit Sandstrahlen. Sandgestrahlt wird mit meist mit Quarzsand, wobei hier je nach Größe der Sandkörner unterschiedlich starke Mattierungen erzeugt werden.


Die gebürstete Oberfläche

Eine weitere Variante der Oberflächenbearbeitung ist die gebürstete Oberfläche. Hier werden mit unterschiedlich harten Bürsten unterschiedliche grobe Mattierungen erzeugt.


Es geht auch mit einem Hammerschlag

Die Oberfläche der Ringe wird dabei – wie der Name schon sagt „gehämmert“. Dabei kann dies durch eine Maschine (sehr gleichmäßig) oder auch per Hand (unterschiedlich aussehend) durchgeführt werden. 


Steininformationen für Trauringe

Neben der „schlichten“ Variante des Eherings ist es immer mehr Mode geworden, den Ring mit Steinen, in der Regel Diamanten, zu verzieren. Bei der Wahl des Steines sollten einige Punkte, wie Steinqualität, Gewicht und Farbe, beachtet werden. Die Diamant-Qualität wird über die 4 C´s des Diamant bestimmt: Carat (Gewicht), Colour (Farbe), Clarity (Reinheit) und Cut (Schliff). 


Gravur der Eheringe

Viele Paare möchten neben dem Symbol des Eherings zusätzlich eine verbindende Gravur, ein Spruch oder das Hochzeitsdatum, nutzen. Gravuren können grundsätzlich sowohl innen als auch außen auf einen Ring aufgebracht werden. Der Gravurtext erscheint in der Regel in der Farbe des darunterliegenden Metalls. Die Gravur kann durch verschiedene Techniken umgesetzt werden. Bei der Maschinen-Gravur wird der Text maschinell, meist durch einen Diamanten, in den Ring graviert. Bei der Hand-Gravur wird das Werkzeug von dem Goldschmied selbst geführt. Bei der Laser-Gravur wird mit Hilfe einer Maschine der Text durch einen starken Laserstrahl in den Ring gelasert. Diese Methode ist durch ihre Schrifttiefe in der Regel langlebiger als andere Gravuren. Neuester „Schrei“ sind Eheringe mit einer DNA-Signatur.


Für die Beratung Zeit lassen

Das Angebot an Trauringen ist riesengroß. Dementsprechend schwierig gestaltet sich die Entscheidung, auf welches Modell die Wahl fallen soll. Ulrike Junghähnel rät deshalb: „Nehmen Sie sich be
sonders viel Zeit für eine ausführliche Beratung.“ 


Fotogalerien:



Trauringe


www.rauschmayer.comwww.collection-ruesch.atwww.harmony-trauringe.de