Brautsträuße: kompakte Kugelformen mit fließenden Elementen


Wenn eines bei einer Hochzeit nicht fehlen darf, dann ist es der Brautstrauß. Entsprechend groß ist die Bedeutung der gebundenen Blumen, die die künftige Ehefrau an ihrem Hochzeitstag zu ihrem Brautkleid in den Händen trägt.
 
Für Floristmeisterin Kathrin Zeising vom Blumenhaus Zeising in der Bernburger Straße in Halle stellt deshalb natürlich das Fertigen des Brautstraußes in den Mittelpunkt der floristischen Arbeiten für eine Hochzeit. Entsprechend den Wünschen der Brautleute bindet sie den Brautstrauß in einer der klassischen Formen: Biedermeier, Zepter, Tropfenform, Wasserfall, Herzform oder als Armstrauß. Der Trend, so die Fachfrau, gehe aber eindeutig zur kompakten Kugelform, teils mit fließenden Elementen, die vor allem mit schlicht fallenden Brautkleidern harmoniert. Wasserfallsträuße dagegen passen zu auffällig gerüschten und mit Schleppe versehenen Kleidern, die aber momentan nicht so sehr in Mode sind. Wenn die Braut ihr schönes Gebinde beim Brautstraußwerfen nicht opfern mag, dann bindet die Floristin eine kleinere Kopie des echten Straußes dafür.   
 
Zum ausführlichen Beratungsgespräch sollte man zwei, besser noch vier Wochen vor dem Hochzeitstermin ins Blumengeschäft kommen. Dann steht in der Regel fest, wie die Brautleute gekleidet sein werden. Darauf kann der Strauß dann abgestimmt werden. Der Herrenanstecker als kleines, dezentes Accessoire für den Bräutigam kann dabei verspielt oder prachtvoll gestaltet werden. Getragen wird er am Anzug oben links und dort mit einer speziellen Anstecknadel oder einem Magneten entweder am Knopfloch, an der Brusttasche oder am Revers des Sakkos festgemacht. Auf jeden Fall sollte das Gebinde für den Bräutigam auf den Brautstrauß abgestimmt sein. Verzichten sollte kein Bräutigam auf solch' einen Anstecker, schließlich unterstreicht dieser den festlichen Charakter dieses Tages.    
 
Kathrin Zeising, die mit ihrem Team in diesem Jahr im August so viele Hochzeiten wie noch nie floristisch ausgestaltet hat, arbeitet am liebsten den gesamten Blumenschmuck nach einem gewählten Thema. Wie zum Beispiel bei dem Paar, das Meer und Strand liebte. Vom Anstecker für den Bräutigam bis zum Tischschmuck auf der Hochzeitstafel fand es sich mit den verschiedensten Deko-Elementen wie zum Beispiel Muscheln, Perlen und Seesternen wieder. Der Brautstrauß  "wuchs" dabei aus einer großen Muschel heraus und beim  kleinteiligen Tischschmuck lagen die Arrangements unter Wasser, was besonders bezaubernd aussah, als die Schwimmkerzen obenauf am Abend angezündet wurden. Viele kleine Arrangements statt üppiger Gestecke auf den Tischen eignen sich darüber hinaus, so Kathrin Zeising, besonders als kleines Geschenk, das jeder Gast am Ende der Feier mit nach Hause nehmen darf.
 
Egal, wie das Paar zum Ort der Trauung bzw. der Feier gelangt - das gewählte Gefährt sollte auch floristisch geschmückt werden. Das erledigen die Floristen am Tag der Hochzeit. Beim Auto - einem Cabrio oder einer Limousine - wird auf der Motorhaube mittels eines Saugers ein großes Gesteck festgemacht, aber auch Spiegel, Antennen und Seitenfester können kleinere Dekorationen bekommen. Genauso wie die Kutsche - wenn sie denn als Hochzeitsmobil ins Glück des Paares dienen soll.