Kleiner "Tanz-Ratgeber" zur Hochzeit


Bei einer Hochzeit wird getanzt. Das gehört einfach dazu. Nicht nur das Brautpaar wird das Tanzbein schwingen. Doch auch nicht nur bei Tisch gelten bestimmte Regeln, an die man sich lieber halten sollte. Auch beim Tanz. Das beginnt schon mit der Aufforderung. Will Mann es richtig machen, kann eine kleine Verbeugung vor der Dame seiner Wahl nicht schaden. Das bekannte „Darf ich bitten“ wirkt bei Hochzeitsfeiern etwas steif. Ein freundliches „Haben Sie Lust zum Tanzen“ oder „Wollen wir tanzen“ ist da angebrachter. Hat Frau keine Lust, darf sie den Tanz natürlich auch ablehnen. Das sollte sie aber höflich zum Ausdruck bringen und nicht beim nächsten Musikstück mit jemand anderem über das Parkett wirbeln.

Fakt ist: Der Mann führt, auch wenn er es nicht kann. ER bewegt sich meist vorwärts und kann dabei die Tanzfläche überblicken. Das ist wichtig, damit es nicht zu Zusammenstößen kommt. Ist die Dame im „Vorwärtsgang“ gibt sie dem Herren kleine Hinweise über den Freiraum auf der Tanzfläche. Wichtig ist auch die Rücksichtnahme gegenüber anderen Paaren. Ist man nicht allein auf der Tanzfläche, sollte man lieber ausweichen, als einen Zusammenstoß herauszufordern.

Augenkontakt ist ebenfalls wichtig. Tanzen macht keinen Spaß, wenn der Partner ständig den Boden anstarrt oder in der Weltgeschichte herum schaut. Leise Gespräche sind natürlich gestattet. Wer aber lautstark diskutiert oder sich gar mit dem Tanzpaar neben ihm unterhalten will, hat auf der Tanzfläche nichts zu suchen. Auf dem Parkett wird getanzt und nicht geredet.

Wichtig ist auch die Haltung. Beim Tanzen kommt man sich sehr nah. Gerade deshalb sollte die Hand des Mannes am Besten in der Höhe der Taille der Dame am Rücken platziert werden.

Kommt es beim Tanzen doch einmal zu einem kleinen Fehltritt, nicht sofort los schreien und lautstark im Tanzsaal auf den Fehler aufmerksam machen. Ein kleines Lächeln und ein leises „Entschuldigung“ reichen. Fehler passieren.

Nach dem Tanz wird die Dame nicht einfach auf der Tanzfläche stehen gelassen. Sie wird natürlich wieder zurück zum Platz geführt. Und wenn ER sich jetzt noch mit einer kleinen Verbeugung bei IHR bedankt, wird sie diesen Tanz bestimmt nicht so schnell vergessen.

Für Brautpaare gelten natürlich ähnliche Regeln. Im Vorfeld sollten sie sich schon Gedanken über ihren Hochzeitstanz gemacht haben. Zunächst sollte man sich da auf ein Musikstück einigen. Heutzutage kommt es immer häufiger vor, dass der Walzer nicht mehr der Eröffnungstanz ist. Wenn beide Partner damit einverstanden sind, steht einem Tanz zu moderneren Liedern nichts im Wege. Wer auf Nummer sicher gehen will, besucht im Vorfeld eine Tanzschule. Teilweise gibt es extra Tanzkurse für zukünftige Brautpaare. Dort lernt man häufig nicht nur die Schritte, sondern auch die Regeln für einen gelungenen Tanz.

Missgeschicke:
  1. Der Braut auf die Schleppe treten. Tanzt man genau neben der Braut, kann es schnell dazu kommen, dass man auf Kleid oder Schleppe tritt.
  2. Für alle gilt: Nicht zu viel Alkohol. Wer sich nur noch torkelnd auf der Tanzfläche bewegt, sorgt höchstens noch für Gelächter.
  3. Den Hochzeitstanz stören. Für einen Moment gehört die Tanzfläche ganz allein dem Brautpaar.
  4. Beim Tanzen haben Gläser und Zigaretten in den Händen nichts zu suchen. Die sollte man lieber am Tisch lassen.
  5. Absolut kein Taktgefühl: Dann sollte man das Tanzen einfach sein lassen.